Medical Fund for the Righteous

«What astonished us after the torment, after the tempest, was not that so many killers killed so many victims but that so few good people cared about us at all.» (Elie Wiesel)


Der Medical Fund for the Righteous wurde 1987 auf Initiative des ANNE FRANK FONDS (AFF) in Basel gegründet. Ziel ist es, die medizinische Grundversorgung, nicht jüdischer Menschen zu gewährleisten, die während des Zweiten Weltkriegs unter Lebensgefahr, jüdische Menschen vor dem sicheren Tod retteten. Heute von Yad Vashem in Jerusalem als sogenannte «Gerechte unter den Völkern» bezeichnet, sind einige auf medizinische Hilfe angewiesen. Die Initialzündung und Zusammenarbeit mit dem Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist auf die Initiative von John D. Goldsmith, Vizepräsident des Anne Frank Fonds, zurückzuführen. Nebst der Faszination für die «Gerechten», so Goldsmith, bestehe eine enge emotionale Verbundenheit zu diesen Lebensrettern. Schliesslich hatte sich die Familie von Anne Frank während der Jahre im Versteck ebenfalls auf die Hilfe und Versorgung durch Nichtjuden stützen können.

Die Leistungen des Medical Fund for the Righteous gehen ausschliesslich an Bedürftige in den ehemaligen Ostblockstaaten, um ihre Lebensqualität und -erwartung zu verbessern. In Kooperation mit einer Basler Apotheke werden die benötigten Medikamente versandt. Meist handelt es sich dabei um Herz-Kreislauf-Medikamente und Arzneimittel gegen chronische Erkrankungen, aber auch Hörgeräte, Sehbrillen sowie Blutdruck- und Blutzucker-Messgeräte werden immer wieder abgegeben.

Derzeit betragen die Ausgaben des Medical Fund for the Righteous Rund 60‘000 Franken jährlich. Die Hälfte bis zwei Drittel der Kosten werden vom AFF getragen, der Rest wird durch persönliche Spenden finanziert. 2009 wurden 53 Patienten, 2013 47 Bedürftige unterstützt.
Von der Existenz und den Dienstleistungen des Medical Fund for the Righteous erfahren – etwa in Polen – die Betroffenen vom Verein der «Gerechten». Dieser wird regelmässig von Kontaktpersonen von Yad Vashem besucht.

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